Verbindungsarten
Es gibt unterschiedliche Formen studentischer Korporationen. Am häufigsten findet man an Universitäten heute
- Katholische und christliche Studentenverbindungen,
- Corps,
- Burschenschaften,
- Landsmannschaften,
- Turnerschaften,
- musische Studentenverbindungen.
Darüberhinaus gibt es Hochschulverbindungen an Orten ohne eigene Universitäten.
- Ferialverbindungen
Diese Verbindungsarten unterscheiden sich beträchtlich durch ihre Prinzipien, ihre Geschichte und spezifischen Gebräuche. Trotz aller Vielfalt treten bestimmte Formen besonders häufig auf, die in der folgenden Tabelle aufgeführt sind. Diese enthält jedoch nicht alle Dachverbände und keine dachverbandsfreien Verbindungen. In der Liste der Dachverbände von Studentenverbindungen findet man ferner die erloschenen und heute noch aktiven Dachverbände und ihre Merkmale.
| Verbindungsform | Ausprägung | Dachverbände | Anzahl der Verbindungen |
| Katholische Studentenverbindungen | ft, ns | CV, RKDB, ÖCV, TCV, StV, KÖL | 276 |
| Corps | ft, ps | KSCV, WSC | 161 |
| Burschenschaften | ft, ps/fs | DB, DBÖ, CDC, NeueDB | 158 |
| Katholische Studentenvereine | ff, ns | KV, UV, ÖKV | 126 |
| Landsmannschaften | ft, ps | CC, ÖLTC | 73 |
| christliche Studentenverbindungen | meist ft, ns | Schwarzburgbund, Wingolf, Wartburg-Kartell | 61 |
| Sängerschaften und Akademische Musikverbindungen | ft/ff, fs/ns | Weimarer CC und SV | 44 |
| Akademische Turnvereine | ff, ns | ATB, ATBÖ | 41 |
| Vereine Deutscher Studenten | ff, ns | VVDSt - KV | 40 |
| Turnerschaften | ft, ps/fs | CC und MK | 34 |
| Ferialverbindungen | ft, ps/ns | Freistädter DC, Waidhofener Kartell | 34 |
Legende: ft=farbentragend; ff=farbenführend (=nicht farbentragend); schw=schwarz (hat keine Farben); ps=pflichtschlagend; fs=fakultativ schlagend; ns=nichtschlagend
Von den 1880er Jahren bis 1933 (Deutschland) bzw. 1938 (Österreich) existierten auch jüdische Studentenverbindungen, die als Reaktion auf zunehmende antisemitische Ausgrenzungsversuche seitens der bestehenden Studentenverbindungen gegründet wurden. Vorher konnten Juden in den meisten Verbindungen problemlos Mitglied werden. Prinzipienbedingte Ausnahmen galten natürlich für die christlichen Studentenverbindungen. Nach dem Ende des Nationalsozialismus kam es zu keinen Wiedergründungen.
