Wir über uns

Wer sind wir eigentlich?

Auf den folgenden Seiten möchten wir einen Einblick über uns selbst und unseren Dachverband, dem Coburger Convent, geben. Wir erklären unsere Werte und stellen die Geschichte der Turnerschaft Asciburgia dar.

Über uns!

Wer sind wir?

Die Turnerschaft Asciburgia ist eine Gemeinschaft aktiver, aber auch ehemaliger Studenten, die neben dem Studium auch noch etwas anderes verbindet: Freundschaft und Toleranz über Generationen hinweg. Darauf sind wir stolz und zeigen dies auch durch das Tragen des grün-weiß-roten Bandes.

Was machen wir?

Natürlich zuersteinmal studieren - und das möglichst gut. Das Studium steht bei uns an erster Stelle - keine Frage. Hierbei helfen wir uns gegenseitig durch Arbeitsgruppen und die Erfahrung der älteren Studenten.

Was bieten wir?

.... aber vor allem Spaß am Studium und an der Gemeinschaft.

Was erwarten wir?

Wir erwarten von unseren Mitgliedern Toleranz gegenüber Andersdenkenden, die Bereitschaft, sich in einer demokratischen Gemeinschaft zu engagieren und einzufügen.

 

Coburger Convent

Unser Dachverband ist der Coburger Convent (CC) der akademischen Landsmannschaften und Turnerschaften

Wappen des Coburger Conventes (CC)

 

Was ist der Coburger Convent?

Der Coburger Convent (CC) ist einer der großen Korporationsverbände mit

100 Studentenverbindungen klassischen Typs an 45 Hochschulorten in

Deutschland und Österreich. Die CC-Korporationen sind ausnahmslos

farbentragend und pflichtschlagend und vertreten das Toleranzprinzip.

 

 

Das studentische Fechten - Die Mensur

Wie in allen Verbindungen des "Coburger Convents" und auch in vielen anderen Studentenverbindungen werden bei uns Asciburgen Mensuren gefochten. Diese Art des Fechtens mit dem Korbschläger, einer leichten Hiebwaffe, ist anders als das allgemein bekannte Florett- und Degenfechten und wird nur noch in Corporationskreisen gepflegt.

Auf einer Mensur
Bild 1: Auf einer Mensur

Obwohl ursprünglich aus dem früheren Duell entstanden, hat die Mensur heute keinerlei Duellcharakter mehr. Sie ist weder staatlich noch kirchlich verboten, was aber durchaus nicht immer so war.

Die Technik des Mensurfechtens wurde im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert (insbesondere die Schutzausrüstung) und beide Fechter unterwerfen sich strengen Regeln, dem sogenannten Comment; beide Aspekte dienen in erster Linie dazu, um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden. Es geht in erster Linie nicht darum, den Conpaukanten (nicht "Gegner") zu verletzen, sondern in der extremen Situation, die eine Mensur mit scharfen Waffen darstellt, sich selbst zu überwinden, Fairneß zu zeigen und dadurch Charakterstärke zu beweisen bzw. zu trainieren.

Es gibt keine Gewinner oder Verlierer in einer Mensur. Gerade das ist ein Punkt, der leicht mißverstanden wird. Nicht zuletzt hat sich das Mensurfechten für unsere Gemeinschaft über viele Jahre bewährt, es bildet ein enorm starkes bindendes Element der Bundesbrüder untereinander.

Darüber hinaus macht dieser Sport auch Freude!

Die Zimmer im Studentenwohnheim

Fürstenzimmer

Ausblick aus dem Fürstenzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Balkon des Fürstenzimmers der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Ausblick Balkon
Fürstenzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung) Fürstenzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Schreibtisch Bett

Balkonzimmer

Ausblick aus dem Balkonzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Balkonzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Ausblick Schreibtisch
Balkonzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung) 
Balkonzimmer 

Relaxzimmer

Relaxzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)Relaxzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Couch Schreibtisch

Spiegelzimmer

Spiegelzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Spiegelzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Spiegelschrank Schreibtisch

Studierzimmer

Studierzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Studierzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Leseecke Schreibtisch
Studierzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung) 
Bett 

Riesenzimmer

Riesenzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Riesenzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia Würzburg (Zimmervermietung)
Riesenzimmer Riesenzimmer

Etagenzimmer

Etagenzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Etagenzimmer der Studentenverbindung Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC (Zimmervermietung)
Wandschrank Schreibtisch

Diese 7 Zimmer sind nur eine Auswahl von insgesamt 10 Zimmern.

Beschreibung der Annehmlichkeiten des Hauses.
Bilder vom Haus.
Kontakt über das Kontaktformular

Haus der Turnerschaft Asciburgia

Das Haus

Haus der Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CCEingang der Turnerschaft Asciburgia Würzburg im CC
Blick aus dem Garten
Eingang
Luftaufnahme der Turnerschaft Asciburgia Würzburg im CC Haus der Turnerschaft Asciburgia Würzburg im CC
Luftaufnahme Haus Straßenseite

Inneneinrichtung

Kneipsaal der Studentenverbindung Asciburgia Würzburg im CC
Klavier der Studentenverbindung Asciburgia Würzburg im CC
Kneipsaal Klavier
Wohnzimmer der Studentenverbindung Asciburgia Würzburg im CC Wohnzimmer der Studentenverbindung Asciburgia Würzburg im CC
Wohnzimmer Wohnzimmer

Garten

Terrasse der Korporation Asciburgia Würzburg im CCGarten der Korporation Asciburgia im CC
Terrasse mit Biergarnitur
Garten
Tischtennisplatte der Korporation Asciburgia Würzburg im CC Korporation Asciburgia Würzburg im CC
Tischtennis Volleyballfeld

Einige Bilder von den Zimmern.
Beschreibung der Annehmlichkeiten des Hauses.
Kontakt über das Kontaktformular

 

Steckbrief der Turnerschaft Asciburgia zu Würzburg im CC

Turnerschaft Asciburgia im CC

Turnerschaft Asciburgia im CC
Salvatorstraße 16
97074 Würzburg
Tel.: (09 31) 8 64 96
Fax: (09 31) 7 84 61 11
WWW: www.turnerschaft-asciburgia.de
E-Mail: mail@turnerschaft-asciburgia.de

Stiftungsdatum: 18.08.1851
Stiftungsort: Würzburg
Standorte: Würzburg seit 1851
Eintrittsdatum: 15.01.1895 (VC)
Fusionen: keine
Tradition: keine
Freundschaftsverhältn.: Turnerschaft Arminia zu Köln
Kartelle: keine
Wahlspruch: honori et amicitiae (Ehre und Freundschaft)
Namenserklärung: lat.: Aschaffenburg
Genitiv: Asciburgiae
Mitgliederbezeichnung: Asciburgen
Pflichtpartien: 4
Waffenring: Würzburger Waffenring (WWR)
Mütze: Tellermütze grün Tuch
Mützenband: weiß-rot

Couleur-Mütze der Turnerschaft Asciburgia im CC zu Würzburg

Burschenband: grün-weiß-rot mit silberner Perkussion

Couleur-Burschenband der Turnerschaft Asciburgia im CC zu Würzburg

Traditionsband:
Fuxenband: grün-rot mit silberner Perkussion

Couleur-Fuxenband der Turnerschaft Asciburgia im CC zu Würzburg

Sonst. Fuxenband: keine
Pekesche: Tuch, grün; Schnüre: grün-weiß-rot
Stoffmuster

Zirkel: Zirkel der Turnerschaft Asciburgia im CC zu Würzburg

Unser Wappen

Wappen der Turnerschaft Asciburgia im CC

Wappen der Turnerschaft Asciburgia im CC

Das Wappen setzt sich aus vier Teilen zusammen:

Hinweis: Ein Wappen wird aus Sicht des Trägers beschrieben.

 

Unser Zirkel

Zirkel der Turnerschaft Asciburgia im CC

Der Zirkel der Turnerschaft Asciburgia im CC

Der Zirkel setzt sich aus mehreren Buchstaben zusammen:
v(ivat - es lebe), c(rescat - es wachse), f(loreat - es gedeihe) und der Initiale A(sciburgia - Name der Korporation).

Unsere Farben

Burschenband der Turnerschaft Asciburgia im CC zu Würzburg
Fuxenband der Turnerschaft Asciburgia im CC zu Würzburg
Burschenband Fuxenband

Farben der Turnerschaft Asciburgia im CC

Die Farben der Turnerschaft Asciburgia sind die Farben der Stadtfahne Aschaffenburgs. Nur die Reihenfolge der Farben wurde im Verlauf der Geschichte von „grün - rot - weiß“ in „grün - weiß - rot“ geändert.

 

Unsere Geschichte

Studenten aus Aschaffenburg hatten sich schon frühzeitig in Würzburg zu einer lockeren Gemeinschaft zusammengefunden, aus der eine Stammtischgesellschaft entstand. Viel spricht dafür, daß sich die meisten Mitglieder aus ehemaligen Angehörigen der geheimen Schülerverbindung Concordia am Königlichen Gymnasium in Aschaffenburg rekrutierten. Als am 18. August 1851 vier ehemalige Concorden, die der Würzburger Runde angehörten, zur Schulschlußfeier in Aschaffenburg weilten, gründeten sie mit sechs Abiturienten, die in Würzburg studieren wollten, die „Gesellschaft der Aschaffenburger". Bald darauf wurden die Farben der Heimatstadt als Bundeszeichen eingeführt und der Verbindungsname Asciburgia (latinisierte Form von Aschaffenburg) angenommen. Bis 1868 ergänzte man sich ausschließlich aus Aschaffenburgern.


Von mehreren Abspaltungen erfolgte die erste im Jahre 1867. Vier Asciburgen verließen ihren Bund und gründeten mit Würzburger Gymnasialabsolventen den „Akademischen Verein" (heute Burschenschaft Adelphia).

Drei Jahre später spaltete sich wieder eine Fraktion ab, diesmal vorwiegend Norddeutsche, die sich zu einer „Studentischen Gesellschaft Zeitgenossen" formten. Zunächst unter diesem Namen an der Universität als Korporation registriert, benannte man sich bald in „Saxonia" um, mußte aber 1904 wieder suspendieren. Die Altherrenschaft schloß sich 1921 mit einem Teil der vertagten Landsmannschaft Makaria zur Saxo-Makaria zusammen, einem der beiden Stammbünde der heutigen Alemannia Makaria.

Als Zeichen fortschreitender Entwicklung machte Asciburgia den Besuch von Fechtkursen für alle Aktiven obligatorisch, schaffte Wichs an und legte sich 1885 Couleur und eigene Waffen zu.

Am 1. November 1887 wurde mit der freien Studentenverbindung Teutonia (dem früheren Akademischen Pharmazeutenverein und der jetzigen Landsmannschaft Teutonia Würzburg) ein Paukverhältnis abgeschlossen. 1891 versuchte Asciburgia, dem Coburger Landsmannschafter-Convent (CLC) beizutreten. Da kurz zuvor das Verhältnis mit Teutonia zerfallen war, die Teutonen aber zuerst einen Antrag auf Aufnahme in den CLC gestellt hatten, kam Asciburgias Beitritt nicht zustande.

Eine totale Kehrtwendung der Aktivitas war die Folge. Sie wandelte sich zur Turnerschaft um, ein Prozeß, der in kürzester Zeit durchgepeitscht wurde und an dem der Bund fast zerbrechen sollte. Nur 36 Alte Herren hielten der neuen Turnerschaft die Treue. Am 15. Januar 1895 erfolgte die Aufnahme in den Vertreterconvent (VC).

Nach einer langen Suspendierung erholte sich Asciburgia schnell wieder. 1914 zogen 61 Bundesbrüder ins Feld. Mancher von ihnen kehrte nicht mehr zurück. Viel beachtet wurde damals der Fall Valentin Öhrleins, der im November 1914 in Flandern fiel und erst Monate später durch sein auf der Haut getragenes Burschenband mit eingesticktem Zirkel identifiziert werden konnte.

Trotz schwierigster wirtschaftlicher Verhältnisse brachte die Zeit nach 1918 wieder einen beträchtlichen Aufschwung. Am 30. März 1925 konnte erstmals ein eigenes Verbindungshaus in der Kirchbühlstr. 18 bezogen werden. Die gedeihliche Entwicklung endete 1934. Während sich die Korporationen bis 1933 gegen den NSDStB gut behaupten konnten, wurde jetzt die Lage schlechter. Der Nachwuchs blieb aus, so daß die Turnerschaft am 28. Februar 1935 abermals die Fahne einziehen mußte.

Die Empfehlung an Aktive und an Alte Herren, der Burschenschaft Cimbria beizutreten, wurde von einem großen Teil der Bundesbrüder befolgt, wodurch Asciburgia zunächst als Zweibändergruppe innerhalb der Cimbria, später mit deren Altherrenverband (AHV) in den Kameradschaften „Ulrich von Hutten" (1939 bis 30. November 1942) und „Manfred von Richthofen" (1. Dezember 1942 bis 1945) am zeitgemäßen Korporationsleben Anteil hatte.

Nach Kriegsende lebte Asciburgia anfangs weiterhin in der 1949 reaktivierten Cimbria fort. Erst 1953 legten einige Bundesbrüder das Cimbernband nieder und beschlossen, die alte Turnerschaft wieder ins Leben zu rufen. Dies geschah schließlich 1957 mit nur wenig mehr als 40 Alte Herren. Seither hat sich Asciburgia recht dynamisch entwickelt, so daß 1964 zum zweiten Mal ein eigenes Haus in der Veitshöchheimer Str. 30 erworben werden konnte. Ein paar Jahre später mußte Asciburgia wieder umziehen, da eine ICE-Trasse durch das Grundstück verlegt wurde. Deswegen zogen die Asciburgen 1984 in das heutige Haus, in die Salvatorstraße 16.

Unser altes Asciburgenhaus am Stein
Bild: Unser altes Haus am Stein

Eine kleine Geschichte unseres Couleurs

Schon im 16. Jahrhundert wurden zur Unterscheidung der Zugehörigkeit zu verschiedenen Korporationen - damals existierten neben den Landsmannschaften ähnliche Korporationen - Trachten und farbige Bänder getragen;

die Bänder wurden zuerst am Korb des Degens, später in Form einer Schärpe, an welcher der Degen befestigt war, getragen. Auch Kopfbedeckungen wurden nun in Farben getragen. Die heute üblichen Bänder sind seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Gebrauch.

Unsere Ideale

Unser Selbstverständnis als CC-Studenten

Unsere Grundsätze richten sich in erster Linie an uns selbst. Aber jeder, der sich fragt, ob er zu uns gehören möchte, wird verständlicherweise wissen wollen, welche Werte und Ideale das denn eigentlich sind, durch die wir uns definiern ...

Rückblick

In den Gründungsstatuten des Allgemeinen Deutschen Landsmannschaftsverbandes vom 1. März 1868, dessen Gründungsdatum der Coburger Convent der akademischen Landsmannschaften und Turnerschaften führt, wurden das »Prinzip der möglichst großen individuellen Freiheit« und die »Negierung politischer Tendenzen« an die Spitze gestellt. Diese toleranten, in ihrem Grundgehalt stets beibehaltenen Grundsätze, schufen die Voraussetzungen dafür, daß der Verband sich trotz aller Wandlungen der Zeit bis zur erzwungenen Auflösung im Dritten Reich erhalten konnte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zwangen die tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland und Europa dazu, Sinn, Aufgabe und Standort der studentischen Korporationen neu zu überdenken. In den »Gedanken Alter Landsmannschafter und Turnerschafter« zur Zukunftsgestaltung des studentischen Gemeinschaftslebens (1950) wurde diese Bilanz gezogen. Sie bekannten sich zu den überlieferten Idealen von Ehre und Freundschaft, Würde und Bescheidenheit, Gemeinschaft und Freiheit, Volk und Vaterland und erklärten: »Aus der Überzeugung von der Gültigkeit dieser Grundsätze unserer Lebensgemeinschaft und unseres Gemeinschaftslebens werden wir sie heute und in Zukunft an den Hochschulen verwirklichen, dabei aufgeschlossen für Wandlungen und doch unwandelbaren Idealen folgend.«

Im einzelnen wurden die Bindung an Recht und Gesetz, die Anerkennung der Freiheit als höchstes Gut des Menschen und die Ablehung jeder Überheblichkeit der Rasse, Konfession und des Staates bekundet. Weiter wurde festgestellt, daß jeglicher Ehrbegriff nur in der Menschenwürde begründet sein kann und Mißachtung der Ehre Genugtuung erfordert. »Jeder von uns hat sich gegebenenfalls einem Genugtuungsverfahren unbedingt zu unterwerfen, das jeder ehrliche Mann für sich in Anspruch nehmen kann.«

Besondere Bedeutung kam in diesem Zusammenhang der Aussage zu, daß somit die Frage der unbedingten Genugtuung unter dem Gesichtspunkt einer dem Gesetz gerechtwerdenden Verantwortung betrachtet wurde. Dies war die Abkehr vom alten waffenstudentischen Privileg der unbedingten Genugtuung, der Satisfaktion mit der Waffe. Angestrebt wurde die Heranbildung der Studenten zu politischer und sozialer Verantworutng, zum guten Deutschen und – bereits damals! – zum bewußtem Europäer. Das korporative Gemeinschaftsleben sollte sich der universellen Geistespflege und der körperlichen Ertüchtigung widmen. Die erzieherische Bedeutung der Mensur wurde auch für die Zukunft bejaht, das Bekenntnis zum Farbentragen erneuert. Als besonders bedeutungsvoll wurde es angesehen, die studentische Jugend in ihrem wissenschaftlichen Streben zu fördern und die ideelle Bindung der Altakademiker an ihre Hochschule zu pflegen.

Neuorientierung

Die »Gedanken Alter Landsmannschafter und Turnerschafter« fanden beim Zusammenschluß der Landsmannschaften und Turnerschaften zum Coburger Convent im Jahre 1951 weitgehend Eingang in die Grundsätze des neuen Verbandes: Ehre, Freiheit, Freundschaft, Vaterland. Ihr Vergleich mit den einleitend erwähnten Prinzipien von 1868 zeigt, daß Freiheit der Persönlichkeit nun Freiheit des Gewissens, der Meinungsäußerung und des Handelns im Rahmen der verfassungsmäßigen Grundrechte bedeutete.

Als Ziel der Erziehungsaufgabe der Bünde wurden die Aufgeschlossenheit für geistige Allgemeinwerte sowie soziales und politisches Verständnis bezeichnet. Dieses gesellschaftsbezogene Erziehungsideal führte geradezu zwangsläufig zu dem politischen »Streben nach einem ungeteilten und unabhängigen Deutschland, das gleichberechtigt mit den anderen Völkern Menschlichkeit und Kultur, Freiheit und Demokratie verteidigt«, wie es im Vaterlandsbegriff seinen Ausdruck fand.

Als Ausfluß der Akademischen Freiheit wurde auch das Recht der Studierenden, ihr Gemeinschaftsleben nach eigenem Willen zu gestalten, gefordert: »Unser Ziel ist ein deutscher Akademiker, der an der Hochschule und im Berufsleben in enger Gemeinschaft mit allen Volksschichten dem ganzen nach Kräften dient.« Beim Ehrbegriff wurde verdeutlicht, daß bewußte und verständnisvolle Toleranz für jede andere Auffassung gefordert werde. Zur Wiederherstellung verletzter Ehre durfte nicht mehr auf Austrag des Ehrenhandels durch Zweikampf erkannt werden.

Im Rahmen der Studentenbewegung gegen Ende der 60er Jahre wurden die Grundsätze des Coburger Convents einer sich über mehrere Jahre erstreckenden Überprüfung unterzogen. Die Grundsätze wurden in – von jung und alt getragenen – Formulierungen neu gefaßt, blieben aber in ihrem unwandelbaren Sinngehalt bestehen, und sollten dem Verband fortan als zeitgemäße und vernünftige Grundlage für die künftige Arbeit dienen.

Unser Menschenbild

Den Grundsätzen des Coburger Convents ist mit Priorität die Selbsterziehung seiner Mitglieder vorangestellt. Die Vollziehung dieser Aufgabe obliegt den Bünden, nicht nur als Lippenbekenntnis mehr oder weniger verschwiegen, sondern als Wesens- und Lebensnotwendigkeit erfaßt und gelebt. Unter den Leitbegriffen Ehre, Freiheit, Freundschaft, Vaterland werden persönliche Verhaltensweisen verantwortlich übertragen, wie sie die Ethik von jeher als Tugenden beschreibt.

Der ist frei, der in eigener Arbeit sich in bewußter Selbsterziehung zu einem innerlich freien Menschen formt. Auf dem so bereiteten Boden können die Tugenden – Selbstbeherrschung, Gemeinschaftsbewußtsein und Einsatzbereitschaft – wurzeln. Sie spornen an, aus freiem Willen Selbstsucht und Eigennutz zu überwinden, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft zu entwickeln. Der besondere sittliche Wert der Tugenden beruht darin, daß sie nicht von Natur aus vorhandene Eigenschaften haben, sondern daß diese Eigenschaften in ausdrücklicher Anstrengung erworben werden müssen.

Unsere Freundschaftsbünde müssen das Forum sein, wo in freimütiger Offenheit und aus den nahen menschlichen Beziehungen der Bundesbrüder über alle Probleme des Lebens ehrlich diskutiert wird. Nicht Fachkönnen allein bestimmt die Eignung in Beruf und Gesellschaft, auch soziale Intelligenz muß als Erfolgsfaktor erkannt und entwickelt werden.

Ziel des Bildungsauftrages der Bünde ist das Schaffen einer lebenslangen Bildungsaufgeschlossenheit und steten Bereitschaft, am Puls des wandlungsreichen geistigen, kulturellen und politischen Lebens unserer Zeit zu bleiben. Der Anspruch, einen wahrhaft aufgeklärten und wachen Geist zu entwickeln, ist eine Aufgabe, die den ganzen Menschen fordert, sein Leben lang.

Über allem Tun und Handeln muß jedoch der »Comment des Geistes« stehen. Dieses »Wie« an Geist und Haltung, Gesinnung und Gesittung eines wahrhaftigen CC-Studenten läßt – innerlich wie äußerlich – niemals zu, Werte wie Selbstdisziplin, Ehrfurcht, Achtung, Ritterlichkeit, Höflichkeit, gegenüber Mann und Frau, aus Laschheit, Unbequemlichkeiten und Komplexen als altmodisch oder gar als lästig zu betrachten und bestenfalls nur dann anzuwenden, wenn es aus Nützlichkeitserwägungen angebracht erscheint. Der CC-Student ist davon überzeugt, daß es eine innere Haltung des Menschen gibt, die über Raum und Zeit hin allgemeine Gültigkeit behält.

In der Zeit der Globalisierung, in der sich alle früheren Maßstäbe rapide verschieben, wäre es einfältig anzunehmen, daß dieser fortschreitende Prozeß ohne Erschütterungen vor sich gehen könnte, zumal es in dieser Welt zu viele noch ungelöste Probleme gibt, die einer gerechten Lösung harren. Seit jeher hat die Aufklärung versucht, die Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien und ihnen die Kontrolle über ihr Leben in die Hand zu geben, aber im Ganzen gesehen scheint die Front der »Freiheit im Geist« nach wie vor reichlich schwach. Sie besteht leider bis in die Korporationen hinein zu starken Teilen aus Zuschauern des eigenen Untergangs.

Nach dem Ende des Kalten Krieges stehen Freiheit und Demokratie vor neuen Herausforderungen. Gerade die Jugend müßte die leidvolle Erfahrung respektieren, daß Freiheit des Individuums und freiheitliche Demokratie nur bestehen können, wenn ihre Anhänger jederzeit bereit sind, sie auch zu verteidigen. Darum ein eindeutiges Ja zu unserem freiheitlich verfaßten Vaterland, zur Gemeinschaft der freien Völker, darum ein eindeutiges Nein zu allen Versuchen, diese Freiheit von innen oder außen zu zerstören.

Was der Coburger Convent anstrebt, sind Personen, die in übergeordneten Zusammenhängen zu denken vermögen. Materielle Erwägungen sollen nicht in jedem Fall ausschließliche Motivation für das Handeln eines CCers sein. Um nicht mißverstanden zu werden, muß jedoch darauf hingewiesen werden, daß Mitglieder von CC-Bünden nicht zu weltfremden Menschen erzogen werden sollen, die frei von materiellen Interessen ein Wolkenkuckucksheim bewohnen.

Mitglieder des Coburger Convents bejahen die persönliche Leistung und somit auch deren materiellen Gegenwert. Sie sind sich bewußt, daß das Durchsetzen materieller Interessen zu den grundlegenden Motivationen in unserer Gesellschaft gehört. Sie wissen aber auch, daß der Wert unserer Gesellschaftsordnung u. a. darin begründet ist, daß der weniger Leistungsstarke einen Ausgleich erhält, um sich im Rahmen der ihm gegebenen Möglichkeiten selbstzuverwirklichen. Eine Gesellschaftsordnung mit zu krassen Unterschieden in den Möglichkeiten der Selbstverwirklichung des einzelnen kann nicht ohne Unfreiheit im Gleichgewichtszustand gehalten werden. Unfreiheit verstößt aber gegen die Grundsätze des Coburger Convents.

Unsere Grundsätze

Im Rahmen dieser Betrachtung kann die Bedeutung der Grundsätze für den Verband, für die Persönlichkeitsbildung des einzelnen in den als Selbsterziehungsgemeinschaften verstandenen Bünden des Coburger Convents nur skizziert werden. Entscheidend bleibt, daß die anhand der Grundsätze formulierten Inhalte nicht als Leerformeln behandelt, sondern zur Richtschnur des eigenen Lebens werden sollen. Was bedeuten diese Grundsätze im einzelnen?

 

Ehre – Selbstachtung und Achtung der Würde jedes anderen

Ehre wird vom Coburger Convent nicht nur gesellschaftsbezogen, sondern in einem grundsätzlichen Sinn definiert. Ehre ist danach die dem Menschen aufgrund seines Menschseins und der damit verbundenen Würde zustehende und grundrechtlich garantierte Achtung. Ehre gründet sich in jedem Fall allein auf den sittlichen Wert des Menschen und muß deshalb als allgemeine Achtungswürdigkeit mit zwei Unterscheidungsformen verstanden werden: Als Achtungswürdigkeit im Urteil anderer – »äußere Ehre« – und als Achtungswürdigkeit im eigenen Urteil – »innere Ehre«. Das Bekenntnis zur Ehre als Verbandsgrundsatz verpflichtet zu besonderen Anstrengungen: Ehrliche, bescheidene Lebensführung, Streben nach Wissen, Können und eigener aufgeklärter Persönlichkeit und deren Einsatz für die Allgemeinheit; Unterstützung Schwächerer und Toleranz gegenüber anderen Anschauungen, solange diese nicht erklärte Gegnerschaft zur freiheitlichen Grundordnung zum Ziele haben. Unser Verständnis von Ehre steht in erklärtem Gegensatz zu Absonderung, Ausgrenzung und Arroganz.

 

Freiheit – Grenzenlos, aber nicht schrankenlos

Freiheit ist grundsätzlich die Möglichkeit, so zu handeln, wie man will. Ein Höchstmaß an Freiheit ist unabdingbare Voraussetzung für die menschliche Wesensentfaltung. Der Coburger Convent schätzt die ratio des Menschen hoch und ist überzeugt, daß der Mensch bei den heute vorhandenen erträglichen sozialen Verhältnissen und der Möglichkeit zu umfassender Bildung so unabhängig von äußeren Verhältnissen sein oder werden kann, daß ihm eine Selbstbestimmung als menschliche Willensentfaltung in hohem Maße möglich ist, vorausgesetzt, daß der Mensch seinen Geist auch wirklich kritisch gebrauchen will.

Auch das Grundgesetz versteht die persönliche Freiheit als Willensfreiheit im Vertrauen auf die Vernunft des Menschen, sie zu gewähren und zu gebrauchen. Die Freiheit des Menschen und die Autorität des Rechts sind untrennbar verbunden. Aufgrund dieses Rechts muß alles erlaubt sein, was einem anderen nicht schadet. Dementsprechend schätzt und verteidigt der Coburger Convent die persönliche Freiheit als höchstes geistiges Gut, wissend, daß Freiheit des einzelnen dort aufhört, wo die Freiheit des nächsten anfängt.

 

Freundschaft – Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein

Freundschaft ist bereits seit Sokrates eine der menschlichen Grundtugenden, die sich im bewußten gegenseitigen Wohlwollen zweier oder mehrerer Menschen ausdrückt. Freundschaft führt zu Gedankenaustausch und -auseinandersetzung. Durch diese persönlichkeitsbildenden Eigenschaften ist sie ein Weg zur Selbstverwirklichung. Echte Freundschaft setzt innere und äußere Freiheit voraus und kann nur durch Anstrengung erworben werden. Die institutionelle Freundschaft unserer Lebensbünde bildet das Fundament für individuelle Freundschaften.

Die institutionelle Freundschaft schafft eine Verbundenheit nicht durch Auswahl einzelner Personen, sondern einer ganzen Gruppe. Die institutionelle Freundschaft – Bundesbrüderlichkeit – verlangt Aufgabe der Angewohnheit, alles nur vom eigenen Ich her zu beziehen; sich als eigenständige Persönlichkeit dennoch zu bewahren, weiterzubilden und zu bewähren; sich zu seinem Bund von Freunden zu bekennen und ihm lebenslang treu zu bleiben. Die Bundesbrüderlichkeit gibt deshalb bei aller notwendigen Einordnung jedem einzelnen die Möglichkeit, durch ständige freundschaftliche Kommunikation bei aller Verschiedenheit von Alter, geistigen und körperlichen Fähigkeiten und politischem Selbstverständnis die eigene Persönlichkeit frei von den üblichen Barrieren des Alltags zu entfalten.

 

Vaterland – Einsatz für die Gesellschaft

Vaterland bedeutet für den Coburger Convent die Aufforderung an seine Mitglieder, sich im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten in Politik und Gesellschaft zu engagieren. Der Coburger Convent bekennt sich zur geschichtlichen und geistigen Gemeinschaft der Deutschen. Unser Vaterlandsbegriff beinhaltet – seit der Konstituierung des Verbandes nach dem Zweiten Weltkrieg – die Schaffung eines vereinten Europas, das gewillt ist, mit allen Völkern der Welt in Frieden und Freiheit zusammenzuleben.

Schlußbemerkung

Eine Prüfung, ob der Coburger Convent seither den selbstgewählten Grundsätzen seines Gemeinschaftslebens gerecht geworden ist, kann bei kritischer Würdigung nur zu der Feststellung führen, daß allein im Hinblick auf den dauernden Zugang neuer Jahrgänge noch vieles zu tun bleibt. Das gilt nicht zuletzt für die Auseinandersetzung mit den Problemen, die Hochschule und Gesellschaft ständig aufgeben und zu deren Lösung beizutragen die Grundsätze verpflichten. Zu diesen Fragen wird deshalb künftig mehr als bisher kritisch und konstruktiv Stellung genommen werden müssen.

Die »Negierung politischer Tendenzen«, wie sie früher angebracht gewesen sein mag, kommt heute nicht mehr in Betracht, denn es gibt keine Immunität des Korporationsstudententums gegenüber dem Zeitgeschehen, wie die dunklen Kapitel dieses Jahrhunderts für alle Zeiten bewiesen haben. Gerade aufgrund der seit altersher bestehenden Verpflichtung der Korporationen gegenüber dem Ganzen, heute aber besonders für den Einsatz in der freiheitlichen Gesellschaftsordnung – und für sie –, wird deutlich, daß ein »unpolitischer Korporationsstudent« ein Paradoxon ist. Wenn irgendjemand, so sind die Korporationsstudenten – unbeschadet der unterschiedlichen politischen Orientierungen – berufen, in den Fragen der Grundfesten unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung eine klare und feste Stellung zu beziehen, sie zu verkünden und sie zu verteidigen.

Unsere Werte und Ideale unterliegen durch die Hinterfragung durch jedes Neumitglied einer ständigen Überprüfung. Ihr Kernbestand jedoch ist zeitlos: Freundschaft und Freiheit, Toleranz und Humanität, Engagement und Zivilcourage. Die Begeisterung für Ideale ist ein Wesenszug der Jugend. Die lebenslange Mitgliedschaft in der Verbindung fordert dazu auf, diese Ideale bis ins Alter hinüberzuretten. Die Frage nach diesen Werten bleibt gestellt. Sie ist die Frage nach einer menschenwürdigen Zukunft unserer Gesellschaft überhaupt.

Quelle: Coburger Convent

 

Noch Fragen?

Sie haben sicherlich eine Menge Fragen über unsere Verbindung.
Wir möchten Ihnen einige Fragen schon im voraus beantworten:

Was ist eine Studentenverbindung?

Eine Studentenverbindung ist ein Zusammenschluß von Studenten und ehemaligen Studenten einer Hochschule. Wir wollen den jungen Studenten eine Basis für ein erfolgreiches Studium bieten und einen Freundeskreis, der ein Leben lang hält. Dies tun wir in den traditionellen Formen unserer Korporation.

Ist »Studentenverbindung« und »Burschenschaft« eigentlich dasselbe?

Nein, die Burschenschaften sind nur eine bestimmte Art von Studentenverbindung, nicht einmal die zahlenmäßig größte oder älteste; der richtige Oberbegriff ist »Studentenverbindung« oder »Korporation«; es gibt akademische Korporationen - Studentenverbindungen - und pennale Korporationen - Schülerverbindungen. Das Mißverständnis kommt vielleicht daher, daß bei praktisch allen Studentenverbindungen die endgültig aufgenommenen Mitglieder »Burschen« genannt werden.

Ist das nicht ein bißchen altmodisch?

Unsere Gemeinschaft besteht aus ganz normalen Studenten von heute, die mitten im Leben stehen. Unsere Alten Herren bewähren sich im Beruf und nehmen Anteil am Leben der noch Studierenden. Dass wir Traditionen aus dem letzten Jahrhundert fortführen heißt nicht, dass wir auch geistig dort stehengeblieben sind. Wir leben nur Traditionen die wir auch aus heutiger Sicht noch für sinnvoll erachten. Wir fühlen uns eigentlich recht modern.

Wer kann der Turnerschaft Asciburgia beitreten?

Jeder voll eingeschriebene Student an der Universität Würzburg oder Fachhochschule Würzburg kann der Turnerschaft Asciburgia beitreten.

Welche Hierarchien gibt es?

Eigentlich keine. Studentenverbindungen sind per Definition konsequent basisdemokratisch. Die Einteilung in Füchse, Burschen und Alte Herren hat nichts mit Hierarchien zu tun. Die Leitung der Studentenverbindung liegt in den Händen des Convents, der Mitgliederversammlung der studierenden Mitglieder. Der Vorstand der Studentenverbindung, bestehend aus den drei Chargierten, wird vom Convent gewählt und unterliegt der Kontrolle durch regelmäßige Convente, die gewöhnlich alle zwei Wochen stattfinden. Selbstverständlich kann er jederzeit abgewählt werden. Der Erstchargierte der Studentenverbindung ist nur Primus inter pares, d. h. Erster unter an Rang Gleichen. Im übrigen werden Ämter überwiegend für drei Monate, andere für ein halbes Jahr, vergeben. Das Rotationsprinzip gab es also bei den Studentenverbindungen schon immer. Sowohl die ständige basisdemokratische Kontrolle durch die Convente als auch das Rotationsprinzip sind offenkundig antihierarchisch.

Ich bin kein Deutscher. Ist das ein Problem?

Keinesfalls! Es kommt uns auf den Charakter unserer Bundesbrüder an, nicht auf deren Nationalität oder religiöse Einstellungen.

Ich trinke keinen Alkohol. Kann ich trotzdem bei Euch eintreten?

Selbstverständlich, denn ob jemand Alkohol trinkt oder nicht, ist kein Aufnahmekriterium bei uns, sondern die freie Entscheidung eines jeden einzelnen.

Kann man auch Mitglied sein, wenn man nicht auf dem Haus wohnt?

Ja.

Was sind die Voraussetzungen?

Ich muss ein ordentlicher Student mit Studienort Würzburg sein. Dazu muss ich männlichen Geschlechts sein und die deutsche Sprache beherrschen.

Wann kann ich aktiv werden?

Man muß Student sein bzw. später ein Studium aufnehmen wollen. Eine vorläufige Aufnahme ist bereits als Gymnasiast, Auszubildender, Wehr- oder Zivildienstleistender möglich. Für die endgültige Aufnahme ist Voraussetzung, eingeschriebener Student einer Universität oder Fachhochschule zu sein. Im übrigen stellen die Studentenverbindungen besondere Anforderungen an die Ehrenhaftigkeit ihrer Mitglieder. Wenn jemand vorbestraft ist oder aus einer mit einer Ehrenordnung ausgestatteten Vereinigung unehrenhaft ausgeschieden ist, dann kann das ein Hindernis sein.

Heißt das, dass jeder aufgenommen wird?

Nein, wir nehmen nicht jeden, aber jeder bekommt eine Chance.
Wir schauen uns die Bewerber natürlich ganz genau an; schließlich ist eine Studentenverbindung ein Freundschaftsbund auf Lebenszeit, und da muß sichergestellt sein, daß der Bewerber paßt! Aus der Sicht des Bewerbers gilt natürlich das gleiche. Die Aufnahme geschieht deshalb sozusagen portionsweise.

Wo steht Ihr denn politisch?

Bei uns herrscht innerhalb der Studentenverbindungen politische Neutralität. Allerdings begrüßen wir es, wenn sich der einzelne Gedanken über unseren Staat macht und sich ggf. auch engagiert. Wir haben viele Bundes- bzw. Verbandsbrüder, die in den verschiedenen demokratischen Parteien tätig sind. Wenn alle das gleiche denken, denken alle falsch. Aufgrund dessen haben Extremisten bei uns nichts zu suchen!

Versteht Ihr Euch als konservativ?

Das würde der eine Asciburge ohne eine Sekunde zu zögern sofort bejahen, der nächste würde das von sich weisen. Wahrscheinlich liegt das daran, daß man unter »konservativ« sehr unterschiedliche Dinge verstehen kann. Vor allem muß man »politisch konservativ« von »konservativen Werten« trennen. Die Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT hat einmal 17 Intellektuelle von Böll bis Anders zu diesem Thema befragt, wobei diese sich nahezu ausnahmslos zu konservativen Prinzipien bekannten, wenngleich nur jeder etwas anderes darunter verstand. Sofern man in unserem Bund diesbezüglich über eine Übereinstimmung reden kann, dann bezieht sich dies nur auf konservative Werte, als da wären: Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Leistung, Verantwortungsgefühl, Ritterlichkeit.

Warum soll ich aktiv werden?

Wer Interesse hat, Personen aus verschiedenen Fakultäten und aus allen Generationen kennenzulernen und mit diesen gemeinsam Verantwortung und Freude zu haben, kann dies bei uns erleben. Für alle, denen die Ideen Ehre und Freundschaft Begriffe sind, trifft mit Asciburgia sicher die richtige Wahl. Und, nicht ganz unwichtig: es macht Spaß!

Gut, ich will mir das mal anschauen. Was muß ich tun?

Nimm mit uns einfach Kontakt auf und stelle Dich uns vor. Wir freuen uns auf Deinen Besuch. Eine gute Gelegenheit uns kennenzulernen sind immer unsere Veranstaltungen (siehe Semesterprogramm). Falls Du ein Zimmer suchst, können wir Dir vielleicht auch weiterhelfen.