Geschichte des CC und des Korporationsstudententumes
Die Wurzeln der deutschen Korporationen reichen bis ins frühe Mittelalter zurück.
Im folgenden ist die Entwicklung bis zur heutigen Zeit in gröbsten Zügen tabellarisch dargestellt.
13. Jhd.
An italienischen Universitäten entstehen die ersten nationes, in denen sich Landsleute am Studienort zusammenschließen.
14. Jhd.
Die ersten nationes an den deutschen Universitäten Prag und Leipzig entstehen, welche die ältesten deutschen Universitäten darstellen.
15. Jhd.
Die Bursen bilden sich heraus. Wie in Studentenwohnheimen leben die Bursales zusammen. Von "Bursales" soll sich auch die Bezeichnung "Bursche" ableiten.
16. Jhd.
Die sog. Societates oder Landsmannschaften entstehen an den protestantischen Universitäten Deutschlands. Aus dieser Zeit rührt das Tragen von farbigen Bändern her. Die Societates wurden wegen ihrer rauhen Sitten schon vor dem Dreißigjährigen Krieg verboten.
18. Jhd.
Es bilden sich die Studentischen Orden mit straffer Organisation und strengen Verhaltensregeln aus. Es gab oft Streitigkeiten mit den weiter bestehenden Landsmannschaften. Die Studentischen Orden gehen Ende des 18. Jhd. allerdings wieder unter, die Landsmannschaften übernehmen von ihnen die Benützung von Zirkeln und Wappen, sowie Wahlsprüchen. Ferner wird das strikte Konventsgeheimnis übernommen: es dürfen ab nun auch andere Landsleute in alle Landsmannschaften eintreten. Der Begriff Corps wird oft synonym zu Landsmannschaft gebraucht.
1811
Gründung der Allg. Burschenschaft, die alle Studenten umfassen sollte; sie wurde bald verboten, lebte aber im Verborgenen weiter.
1830
Verbot der Burschenschaft, wegen ihrer radikalen Forderungen; z.B. nach einem einheitlichen Vaterland und ihrer oft auch radikalen Verhaltens.
1848
Wiederaufleben der Burschenschaft, die sich bis heute in Deutschland behaupten konnte. Ihr altes Ziel, alle Studenten einer Hochschule zu einer Verbindung zusammenzufassen wurde allerdings niemals erreicht.
1855
Gründung des Kösener Senioren Convents KSC
1863
Gründung des Weinheimer Senioren Conventes WSC
(Technische Universitäten)
1868
Gründung des allgemeinen Landsmannschaftenverbandes durch die Gründungslandsmannschaften Ghibellinia Tübingen, Verdensia Göttingen, Teutonia Halle , Teutonia Bonn und Makaria Würzburg.
1872
Die Landsmannschaften wählen sich Coburg als Tagungsort (Coburger Landsmannschafter-Convent).
1872
Gründung des Cartell-Verbandes der Akademischen Turnvereine in Bonn durch die Akademischen Turnvereine ATV Graz, Berlin und Leipzig. Die Anregung dazu stammte vom ersten Deutschen Turnfest in Coburg im Jahre 1860.
1877
Auflösung des Deutschen Landsmannschafterverbandes wegen vieler Austritte.
1882
Rekonstitution des Verbandes in Würzburg.
1883
Spaltung des Cartell-Verbandes der Akademischen Turnvereine in die Akademischen Turnerbünde, welche die Betimmungsmensur strikt ablehnten und in dem Cartell-Verband, welcher die Bestimmungsmensur und die Satisfaktion befürwortete
1895
Erneute Austritte aus dem Deutschen Landsmannschaftenverband und Bildung eines Arnstädter Landsmannschafter Conventes. 1895 Eintritt der studentischen Korporation Asciburgia in den Cartell-Verband.
1897
Namensänderung des in Vertreter-Convent der Turnerschaften an Deutschen Hochschulen.
1908
Namensänderung des Deutschen Landsmannschafterverbandes in Deutsche Landsmannschaft DL.
1914
Marburger Abkommen, in dem sich die Burschenschaft, die Corps, die Landsmannschaften und die Turnerschaften vor Beginn des ersten Weltkrieges vereinigten.
1914
Das Sportfest wird fester Bestandteil der Tagungen der DL in Coburg.
1922
Gründung einer Arbeitsgemeinschaft zwischen VC und DL zum Zwecke einer erfolgreichen Pflege und Förderung der gemeinsamen vaterländischen, studentischen und waffenstudentischen Ideale sowie zur gemeinsamen Abwehr feindlicher Bestrebungen oder von Vormachtsbestrebungen anderer Gruppen.
1933 - 1936
Umwandlung der Korporationen in sog. Kameradschaften. Die Deutsche Landsmannschaft hat auf ihrer 68. Pfingsttagung in Coburg ihre aktiven Korporationen an den Hochschulen des Reiches aufgelöst. Sie hat damit ihre Einflußnahme auf die studierende Jugend aufgegeben, die nunmehr dem Willen des Führers entsprechend den von ihm eingesetzten Gliederungen der nationalsozialistischen Bewegung zusteht.
1945
Verbot der Korporationen durch die Militärregierungen. Wenig später Aufhebung des Verbotes und langsam einsetzende Wiedergründungen.
1951
Gründung des CC in Coburg.
1911
Austritte aus dem CC wegen der Ablehnung der Bestimmungsmensur durch einige Korporationen.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Geschichte_CC _Korporationsstudententums.pdf | 14.27 KB |
