Chronik der Universität Würzburg
10.12.1402
Auf Gesuch Fürstbischofs Johann von Egloffstein genehmigt Papst Bonifaz IX. die Errichtung einer Hohen Schule in Würzburg und stattet sie mit den päpstlichen Privilegien aus.
02.10.1410
Erlaß der Universitätsprivilegien Johann von Egloffsteins
30.11.1413
Ermordung des Rektors Johann Zantfurt und danach rascher Niedergang der Universität
11.05.1575
Universitätsprivileg Kaiser Maximilians. für Fürstbischof Julius Echter
02.12.1575
Verkündung der Universitätsgründung durch Julius Echter von Mespelbrunn mit dem Begehren und dem Befehl, jetzt in Würzburg " zu finden und zu lernen, das mit vielen und großen Kosten an fernen und entlegenen Orten zu suchen ist ".
28.3.1576
Neuerliche Erteilung päpstlicher Privilegien zur Errichtung einer Universität durch Papst Gregor XIII.
02.01.1582
Feierliche Eröffnung der Universität mit Verlesung der Universitätsprivilegien
04.01.1582
Ernennung der vier Dekane durch Julius Echter als Rektor magnificus; erste Promotionen
08.07.1582
Grundsteinlegung für den Bau der " Alten Universität" ( Pläne Georg Robin, Baumeister Adam Kahl ) mit Universitätskirche und Priesterseminar "Kilianskolleg "
1587
Erlaß der Statuten für die Gesamtuniversität und die Fakultäten (z.B. volle Autonomie, Selbstverwaltung, eigene Gerichtsbarkeit)
08.09.1591
Fertigstellung der " Alten Universität " mit feierlicher Einweihung der Universitätskirche
1619-1622
Fürstbischof Johann Gottfried von Aschhausen legt den Grundstock für eine allgemeine Universitätsbibliothek
1631
Eroberung Würzburgs durch die Schweden; fünfjährige Unterbrechung des Universitätsbetriebs; wertvolle Teile der Bibliothek kommen nach Uppsala
1695
Errichtung eines Botanischen Gartens unter Leitung von Prof. Adam Beringer
1734
Erlaß einer neuen Studienordnung durch Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn
1757
Errichtung einer Sternwarte auf der Universitätskirche
1769
Berufung von Carl Caspar Siebold (Anatom, Chirurg und Gynäkologe)
1773
Aufhebung des Jesuitenordens und seiner Universitätsfunktionen unter Fürstbischof Friedrich von Seinsheim
1 1.11.1803
neue Organisationsakte für die Universität; Beseitigung des kirchlich-katholischen Charakters; starker Ausbau der Universitätsbibliothek; Berufung von F. W. .1. Schelling
1806
Großherzogtum Würzburg unter Ferdinand von Toskana; Aufhebung der Neuorganisation der Universität
1814
Verlust der Stellung als Landesuniversität; Umbenennung in Julius-Maximilians-Universität
1840
Berufung des Juristen Carl von Edel (bis 1890)
1847
Berufung des Mediziners R. A. von Koelliker (bis 1905)
1848
Auszug der Studentenschaft nach Wertheim
1849
Berufung des Mediziners Rudolf Ludwig Karl Virchow ( bis 1856 9
1858
Martin von Wagner stiftet seinen gesamten Kunstbesitz und einen Großteil seines Vermögens der Universität
1863
Berufung des Rechtshistorikers und Schriftstellers Felix Dahn (bis 1872)
1866
Berufung des Philosophen Franz Brentano (bis 1874)
1871-1887
Ausbau und Erweiterung der Medizinischen und Naturwissenschaftlichen Fakultät
1872
Ankauf der Sammlung Feoli (ca. 500 griechische und etruskische Tongefäße). Das Martin-von-Wagner-Museum wird dadurch zu einem der bedeutendsten Museen antiker Kunst.
1878
Aufteilung der Philosophischen Fakultät in eine philosophisch-historische und eine mathematisch-naturwissenschaftliche Sektion mit gemeinsamem Dekan
Berufung des Universaljuristen Josef Kohler
1884
Berufung des Theologen Hermann Schell (bis 1906)
1885
Berufung des Chemikers Emil Fischer (bis 1892)
Nobelpreis für Chemie 1902
1888
Berufung des Physikers Wilhelm Conrad Röntgen (bis 1900) erster Nobelpreis für Physik 1901
1893
Neubau der Nervenklinik am Schalksberg
1895
Entdeckung der X-Strahlen durch Prof. W. C. Röntgen
1896
Fertigstellung des Baus der " Neuen Universität " am Sanderring Bau des chemischen Instituts
1898
Berufung des Theologen Sebastian Merkle (bis 1945)
1900
Berufung des Physikers Wilhelm Wien (bis 1920) Nobelpreis für Physik 1911
1911
Berufung des Chemikers Emil Buchner (bis 1917) Nobelpreis für Chemie 1907
1912
Bau des Zahnärztlichen Instituts am Pleichertor
1912-1922
Errichtung des Luitpold-Krankenhauses
(Leitung Oberbauamtmann Dr. h.c. A. Lommel) Eröffnung durch Geheimrat Prof. König
1915-1918
Erweiterung der "Neuen Universität"
1920
Berufung des Physikers Johannes Stark ( bis 1922 ) Nobelpreis für Physik 1919
1928-1929
Bau des Studentenhauses am Sanderrasen
01.04.1937
Selbständige Naturwissenschaftliche Fakultät mit eigenem Dekan
16.03.1945
Zerstörung eines großen Teils der Gesamtuniversität durch die Bombardierung Würzburgs
Herbst 1945
Wiederaufnahme des Lehrbetriebs durch die Theologische Fakultät
Januar 1946
Wiederaufnahme des Lehrbetriebs durch die Philosophische und Naturwissenschaftliche Fakultät
1947
Wiederaufnahme des Lehrbetriebs durch die Medizinische und Juristische Fakultät
23.02.963
Wiedereröffnung des Martin-von-Wagner-Museums in der Residenz
11.05.1965
Grundsteinlegung für das erste Gebäude auf dem Erweiterungsgelände am Hubland
01.08.1968
Trennung der Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät in eine Juristische und eine Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät ( 6. Fakultät der Universität )
01.12.1968
Inkrafttreten der neuen Satzung der Universität
01.04.1969
Inbetriebnahme des Instituts für Organische Chemie als erstes Institut auf dem Erweiterungsgelände am Hubland
01.08.1972
erstmals Überschreitung der Zahl von 10 000 eingeschriebenen Studierenden im Wintersemester 1972/1973
1974
Inkrafttreten des Bayerischen Hochschulgesetzes. Neustrukturierung der Universität ( neue Zentralorgane, Neugliederung auf Fakultätsebene in Fachbereiche, wissenschaftliche Einrichtungen und Betriebseinheiten )
Januar 1975
Erstmalige Neuwahlen für Versammlung, Senat und Fachbereichsräte
17.12.1976
Bestellung eines Präsidialkollegiums mit fünf Mitgliedern als Leitung der Universität
01.10.1977
Auflösung des Fachbereichs Erziehungswissenschaften im Zuge der neuen Lehrerbildung
1982
400-Jahrfeier der Universität mit akademischem Festakt am 11. Mai in Anwesenheit des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland Prof. Dr. jur. Karl Carstens und des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. h.c. Franz Josef Strauß
30.06.1984
Inkrafttreten der Grundordnung der Universität
1984
erstmalige Überschreitung der Zahl von 17 000 eingeschriebenen Studierenden im Wintersemester 1984/1985
07.1.1985
feierliche Wiedereröffnung der Neubaukirche, 40 Jahre nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Chronik_Uni_Wuerzburg.pdf | 19.01 KB |
